+++ brot und spiele. urban poems +++

 

berlin, new york, die metropolen der nullerjahre. fotografischen schnappschüssen gleich hat anke glasmacher die letzten augenblicke des wandels in worte gefasst. 

damit hat sie orten ein denkmal gesetzt, die die metropolen aufgegeben haben: häuser, die abgerissen werden, clubs, die schließen, nischen, die verschwinden - und den menschen, die dort leben. immer wieder gibt es kurze momente, in denen sie in beziehung zu treten scheinen. dann steht die zeit zwischen den zeilen still.

 

anke glasmacher
brot und spiele, urban poems
gedichte, elif verlag, nettetal 2014
112 seiten, 14,95 euro
ISBN: 978-3-9816147-6-3

 

 

 

"wir lesen lebendige, einprägsame und lakonische gedichte, die jedes verständnis für außenseiter und zukurzgekommene aufweisen und ein dokument wahrhaftiger menschenliebe sind, sozial und politisch. ... ihre 'urban poems' haben das gewisse etwas, das poesie lebendig macht und wie ein glas zum klingen bringt, wenn man mit nassem finger über seinen rand kreist." (michael starcke, lyrikwelt, 05/2014)

"dies ist einer der lyrikbände, die man noch oft mit der gewissheit aufschlagen und durchblättern kann, darin etwas neues zu finden. einer derjenigen, bei dessen wiederlektüre man über seine eigene, frühere blindheit staunen kann.(matthias engels, dingfest, 06/2014)

"in lissabon erkennt [anke glasmacher] "zur mittagszeit" den zustand des christentums. nicht die statue gleicht jesus, sondern "steinern hebt der jesus / einer statue gleich / beide arme". darüber ließe sich eine dicke theologische zeitanalyse schreiben. anke glasmacher genügen drei zeilen, solche perlen bringen ihr debüt zum funkeln." (rolf birkholz, am erker, nr. 68, 12/2014)

 

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