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Aktuelle Veröffentlichung: in "Versnetze_fünf. Deutschsprachige Lyrik der Gegenwart", hrsg. von Axel Kutsch, Weilerswist 2012.

 


 

Karin Beiers Inszenierung "Demokratie in Abendstunden / Kein Licht": atemlos, aktuell, auf den Punkt. Endlich einmal wieder brilliantes, modernes Theater!

 


 

Wer wissen will, wie der Weg von Thomas Bernhards Ich-Erzähler aus "Gehen" und Max Frischs "Stiller" weitergeht, sollte Quinn folgen, der Hauptfigur in "Stadt aus Glas" von Paul Auster: "Jedesmal, wenn er ging, hatte er ein Gefühl, als ließe er sich selbst zurück, und indem er sich der Bewegung der Straßen überließ, sich auf ein sehendes Auge reduzierte, war er imstande, der Verpflichtung zu denken zu entgehen, und das brachte ihm mehr als irgend etwas sonst ein Maß von Frieden, eine heilsame Leere in seinem Inneren." Paul Auster, "Stadt aus Glas"

 


 

"Seine Glasperlenaugen starrten nach unten auf das Geflecht seiner Finger und versuchten, in einer Welt, die noch nie Sinn ergeben hatte, einen Sinn zu finden." Walter Mosley, "Black Betty"

 


 

"Unter dem dünner werdenden Nebel rollte und schäumte die Brandung, fast lautlos, wie ein Gedanke, der sich am Rand des Bewusstseins formen will." - Raymond Chandler, "Der große Schlaf", nicht nur ein Großmeister des amerikanischen Kriminalromans, sondern auch der feinen und sehr poetischen Sprache.

 


 

"New York, mon amour", das gerade neu aufgelegte Reisetagebuch von Simone de Beauvoir ist meine Entdeckung des Frühjahrs. Eine ebenso kluge Analyse der amerikanischen Gesellschaft wie eine persönliche Hymne auf diese großartige Stadt, die Aufbruch und Freiheit wie kaum eine zweite symbolisiert. Erstaunlich: Simone de Beauvoir schrieb es vor über 60 Jahren - es schien, als wäre sie gerade dort gewesen!

 


 

"Das Bildnis des Dorian Gray" von Oscar Wilde - jeder Satz ein philosophischer Exkurs über die Schönheit. Liest man das Buch heute anders als mit 20?

 


 

"Das war gar nichts", sagt Peter. "Schließlich gehörst du zur Familie." Der Aufbruch endet, wo er begonnen hat. "In die Nacht hinein" ist trotzdem kein trauriges Buch. Michael Cunningham zeichnet ein Portrait von Hoffnung, die es in der Mitte des Lebens eigentlich längst nicht mehr gibt. Da ist ein Zeitpunkt im Leben, an dem man nur noch alles hinter sich lassen oder still resignieren kann. Ein Weitermachen ist schlechterdings nicht mehr möglich. Und doch: die Liebe, die wahre, echte Liebe, verändert alles. Davon erzählt Cunningham in seinem neuen Roman, der in New York spielt und uns meint.

 


 

Charles Bukowski - lange aus meinem Bücherschrank verbannt, jetzt mit Genuss wiederentdeckt. Schnell, erbarmungslos, gewaltig.

 


 

Lesung am 4. Dezember 2010, 20:00 Uhr im Arsforum Berlin. "Großstadtlyrik", zusammen mit dem Musiker und Komponisten Jakob Vinje.

 


 

Gerade im Bücherschrank eine Perle gefunden: "Blinder Sommer" von Rose Ausländer. Gedichte aus New York, 1956/57.

 


 

Gastautorin in: GRUNZ - die literarische Revue

16. November 2010, 20:00 Uhr

Arsforum Berlin, Kremmener Straße 5, 10435 Berlin-Prenzlauer Berg

 


 

"Freiheit" von Jonathan Franzen: Endlich ein neuer Gesellschaftsroman - er trifft und erzählt nicht nur über die amerikanische Gesellschaft. Sein Roman hätte auch gut im Prenzlauer Berg im neuen Berlin spielen können.



 

Atemlos, atmosphärisch, New York: "Cash" von Richard Price. Ein Lesegenuss für alle NYC-Liebhaber.